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3/26/2015

10 Fragen an die Münchner Autorin Agnieszka Kowaluk


1. Agnieszka, dein Lieblingsstrand an der Ostsee?
Stadtstrand Świnoujście (Swinemünde) und der kleine Ort Jastarnia auf der Halbinsel Hel.

2. Deine Lieblingsstadt in Polen?
Warschau. Die Stadt ist wirklich aufregend, eine Art neues Berlin.

3. Insiderwissen für Polen und Russland?
Der Unterschied zwischen Barszcz (Barschtsch) und Borschtsch: ein Buchstabe, der sehr schnell aus dem russischen Wort ein polnisches macht und umgekehrt. Und ernsthaft: wir kochen die Suppe anders. Bei uns ist sie klar, wird oft auch aus der Tasse getrunken und zu Weihnachten bekommt sie ein sehr feine Beilage aus Steinpilz-gefüllten kleinen Pierogi (unsere Ravioli). Wollen wir die Rotebete-Suppe mit Gemüse (Kohl, Bohnen, Fleisch und einem Klecks Sahne), nennen wir den  übrigens: den ukrainischen Barszcz :-)
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4. Was tust du am liebsten, wenn du nichts tun musst?
Losfahren und einen schönen Platz zum Lesen suchen.

5. Welcher Ort ist dein Lieblingsort in Deutschland?
Das Münchner Umland. Man kann aufs Geratewohl mit der S-Bahn oder der BOB rausfahren – wo immer man aussteigt, man ist nie enttäuscht.

6. Buchtipps?
„Tagebücher“ von Miron Bialoszewski und „Viva Warszawa“ von Steffen Möller

7. Fortbewegung: am liebsten zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto, Bus, Bahn?
Fahrrad

8. Warum München, warum nicht Gelsenkirchen, Bremen oder Traunstein?
Zufall

9. Womit kann man dir eine Freude machen?
Mit einem guten Essen.
Mit einem Ausflug in den polnischen Wald, der für mich der schönste Wald überhaupt ist.

10. Dein deutsches Lieblingswort?
Einige. Kleine Wörter wie „doch“, „gell“ und „woll“, da schwingt ein ganzes Universum an Bedeutungen mit. 

 

 

3/11/2015

Verkostungsrunde russischer Supermarkt



Wir haben uns weiter durchs Sortiment getestet und vor allem mal russisches Bier probiert, das nach unserer zufälligen Auswahl aber deutlich schlechter abschneidet als das polnische.

Doch der Reihe (und den Fotos) nach:
Der rote Krimsekt = (sieht aus wie Fragolino, ist Fragolino?) schmeckt zumindest Andrea. Mir schmeckt er ...  eigentlich auch.
Dann das mangels Russischkenntnissen und aufgrund des ansprechenden Labels im sozialistischen Look (weshalb wir es auch ausgesucht haben) sogenannte „Grubenbier“: leider geschmacklich ziemlich garstig, das Bier für ganz unten (Note 4-), ebenso wie das „Schiffsbier“ gleich daneben. Zur Neutralisierung der Geschmacksknospen dann einige Süßigkeiten (allesamt überaus essbar) und dann die dritte Biersorte aus dem russischen Supermarkt, das „Hauptstadtbier“. Das hat uns ein junges russisches Pärchen empfohlen, und tatsächlich  schmeckt es deutlich besser als die vorigen zwei. Es rinnt schön pilsig-herb durch die Kehle (Note 2).

Trotzdem: Die Polen brauchen vor den Russen keine Angst zu haben, ihr Bier ist viel besser.
Oder wissen wir da einfach zu wenig und haben die absoluten Köstlichkeiten einfach nur nicht in den Wagen gepackt? Dann macht uns ruhig schlauer und schreibt was in die Kommetare.

Nachdem die Süßigkeitenbestände ziemlich dahinschwinden und auch vom guten polnischen Bier nicht mehr genug für die Party da ist, fahre ich heute noch mal in einen polnischen Supermarkt und schau mich da um...